Frei erfunden: der finale Teil der Patriotenbücher wird ein Reisebericht

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DER FOLGENDE TEXT IST FIKTIV! DENN DIE PATRIOTENBÜCHER ENDETEN TATSÄCHLICH IN EINEM DESASTER BZW. VOR GERICHT. DOCH BEREITS VOR ÜBER EINEM JAHR HABE ICH DIESE FIKTIVE EINLEITUNG FÜR DEN 7. TEIL ERDACHT, DIE VÖLLIG FREI ERFUNDEN IST - ES IST EINE UNKORRIGIERTE ROHFASSUNG, BEI DER ES DIVERSE KÜRZUNGEN & ÄNDERUNGEN GEBEN WIRD:

Sie hatte grüne Augen wie ich, und lächelte Falco an. Offenbar war es eine Berberin, die in Marrakesch lebt, wie so viele Berber, die Nachkommen der Libyer bzw. Atlanter sind. So weit südlich war ich noch nie in meinem Leben, aber nicht zum ersten Mal im Orient. Doch in den letzten Jahren war ich entweder alleine oder mit meinen Kindern im Urlaub, manchmal auch mit meiner Mutter und vor langer, langer Zeit mit dem Vater meiner Kinder, der dem Orient nichts abgewinnen konnte. Mich hat er immer fasziniert, aber ich habe mich noch nie so sehr wie in 1.000 und einer Nacht gefühlt wie jetzt in Marokko. Falco hatte bei der Berberin gekauft, was er kaufen wollte, und kam jetzt auf mich zu. Wir wollten es heute noch nach Tafraoute schaffen und nach dem Besuch des Berberdorfes den Rückweg am Meer entlang nehmen. 

Im 4. Teil geht es um Wikinger & Germanen
Von Tanger aus waren wir durch die Wüste gefahren, und sind immer wieder stehen geblieben, weil Falco den Blick über die Berge genießen wollte. Mein Blick verweilte hingegen immer wieder auf ihm: dem Mann, mit dem ich eine Seele teilte; der meine Dualseele ist. Es war nicht nur ein langer Weg bis in die Sahara, sondern es war auch ein langer jahrelanger Weg bis in die Einheit, bei der wir viele Kämpfe ausgetragen haben; ich sogar einmal drauf und dran war, ihn ins Gefängnis zu bringen, weil er mich verleumdet und meine Bücher zerstört hat. 

Aber ich habe ihn zu keinem Zeitpunkt aufgegeben, versucht eine Balance zu finden, dass ich seiner Psychopathie Grenzen setze, ihm aber auch vergebe, insofern er alles tut, was in seiner Macht steht, um diese Psychopathie zu heilen. 

Als ich die erste von drei Reisen mit ihm antrat, wo wir beide nicht den südlichsten, sondern den nördlichsten Teil dessen erreichten, wo wir jemals waren (Trondheim in Norwegen), hakte es schon es immer mal zwischen uns, weil es im Leben eben oft genug Recht gegen Recht steht. Besonders schwierig ist es natürlich, wenn man auf engstem Raum miteinander unterwegs ist, und auch noch solche Strecken. 

Mit meiner Tochter, nach dessen Vorbild ich Falco vor über sechs Jahren bestellt hatte, waren Reisen immer angenehm, weil sie alles im Griff hatte, und die Neigung hat, mir Verantwortung abzunehmen. Mit meiner Mutter und meinem Sohn war es genau andersherum: Sie wollten unter bestimmten Bedingungen nicht Auto fahren, aber mit dem Job als Beifahrer waren sie überfordert, so dass ich beides machen musste: Fahren und den Weg raussuchen. Auch die Planung haben sie komplett mir überlassen, wo ich immer wieder gefragt habe, welche Wünsche der andere hat, z.B. wollte mein Sohn unbedingt Pompeji sehen, so dass ich eine Italien-Rundreise geplant habe, wo wir immer wieder die Unterkunft wechseln musste, um alles unter einen Hut zu bringen. Da er damit überfordert war, den Weg zur jeweiligen Unterkunft auf Google Maps zu finden, bestand er in Schottland darauf, dass wir nur eine einzige Unterkunft haben. Da er sich mit der Planung in keinster Weise beschäftigen wollten, war das Ende vom Lied, dass wir am einen Tag nach Fort William fuhren, abends zurück in die Gegend von Edinburgh, wo die Unterkunft war, und am nächsten Morgen dann hoch nach Inverness. So waren es fast zehn Stunden mehr, die wir in Schottland mit Fahren verbrachten, wobei er hier – im Gegensatz zu Italien – auch einmal das Auto steuerte. Als ich darüber schimpfte, dass es viel Stress erspart hätte, wenn wir wenigstens eine Nacht in den Highlands eingeplant hätten, sah er das ein. Aber am Ende des Urlaubs hieß es, er würde nicht gesehen, obwohl ich mich in so vielen Dingen nach ihm gerichtet hatte. Mit meiner Mutter war ich oft genug erst gegen Mitternacht zurück in der Unterkunft. Mein Sohn wäre am Liebsten nachmittags schon im Bett zum Lesen gewesen. Den Kompromiss mit 19 bis 20 Uhr verbuchte er auch als nicht gesehen werden.

Der 1. ist der humorvollste Buchteil
Und so war es auch bei Falco, der, nachdem wir den ersten Patriotenroman gemeinsam entwickelt und geschrieben hatten, im zweiten Teil nicht mehr Falco heißen wollte. 

Meinen Kompromissvorschlag, dass er dann eben in beiden Büchern anders heißt, lehnte er rigoros ab, und kam mir keinen Zentimeter entgegen, als ich ihm versuchte klarzumachen, dass es in einer Trilogie nun mal nicht geht, dass die männliche Hauptfigur den Namen mittendrin ändert. Und das war gar nicht so einfach. Ich hatte mir zwar seine Sicht der Dinge angehört, aber bekam keinen Termin, damit er sich auch meine anhörte. Er ging nicht ans Telefon, hatte mich ja schon auf Telegram gesperrt, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass ich weiß, dass er lügt. Und jetzt beantwortete er noch nicht einmal meine E-Mails. Als ich versuchte über seine Mutter Kontakt aufzunehmen, schrieb sie mir, dass Falco nichts mehr mit mir zu tun haben will. Etwas, was auch er mir immer wieder schrieb, wenn er seinen Willen nicht bekam. Und wenn auch dieses trotzig kindliche Verhalten nicht zum Erfolg führte, schickte er mir Postboten, die mir die Möhre Heiraten vor die Nase hielten oder zumindest sagten: „Vielleicht ist Falcos und deine Freundschaft doch noch zu retten“, was ich dahingehend übersetzte, dass ich nun bei ihm auflaufe, mich für meinen Mangel an Vertrauen entschuldige, ihm also einen Blankoscheck für alle Lügen gebe, und dann wieder seine Freundin sein darf. Dazu war ich nicht bereit, so dass unser erster Kontakt telepathisch war: ein ganzes Jahr lang hielt dieser Zustand an, aber wir telepathierten miteinander als wäre es ein Telefonat. 

Und am Ende dieses Jahres planten wir eben auch telepathisch den Urlaub, wo Falco darauf bestanden, dass wir in der östlichsten Ecke, wo wir jemals waren, darauf verzichten nach Baalbek im Libanon zu fahren, weil das zu gefährlich sei. Zumindest müsse man damit rechnen, dass einem das Wohnmobil unter dem Hintern weggeklaut wird. Und bei der ersten Reise, die ja in den Norden Thules führte (so hieß Norwegen früher einmal), wollte er das Ganze aufteilen. Erst die Paradiestour nach Mecklenburg-Vorpommern und Rügen, wo wir auf dem Hinweg die unterirdischen Anlagen in Pilsen und Krakau mitnehmen, und dann eben die Skandinavien-Tour, wo wir uns erst die Höhlenmalereien in Bohuslän in Südschweden ansehen und dann erst an den Ort fahre, wo die Koordinaten von Thule gemäß Ptolemais (bzw. dem Germania-und-die-Insel-Thule-Buch von Andreas Kleinberg) zu finden seien. Eine Insel vor Trondheim, wo wir damals hoch auf der Klippen standen und aufs Meer hinausschauten. Das Meer, was erst atlantisches Meer und später Germanisches Meer genannt wurde, aber heute als Nordsee bekannt ist. 

Ich telepathierte damals, dass bei einer Paradiestour doch nicht der Ort des Paradieses von den Höhlenmalereien, die auf diesen Ort hinweisen vom Paradies selbst entkoppelt werden können. Falco hielt dagegen, dass es doch vor allem Zobtenberg in Polen sei, wo das Paradieszeichen in einer Skulptur einer Jungfrau eingemeißelt sei. Dann aber hatte ich eine Eingebung, denn die Patriotenbücher folgen der Zahlenmystik 3824, die der germanischen Rune Fu):>ark entspricht. Im Buch „Germanische Magie“ von Gunivortos Goos steht zu dieser Zahlen-Magie: ,,Das Fu):>ark ist die Konzentration der magischen Kraft aller Runen, für die ihre unveränderliche Reihenfolge bestimmend ist. Diese zahlenmagische Kraft liege darin, dass die Gesamtzahl der Runen der älteren Reihe das Produkt von 3x8=24 ergibt und diese Faktoren und Zahlenverhältnisse ebenso in Inschriften vorkommen.“. Und diese Reihenfolge zeigte sich schon in der Trilogie, die die Patriotenbücher zu Beginn waren (mittlerweile waren es ja zwei Trilogien, die miteinander verwoben sind), als mir auffiel, dass jedes Buch exakt acht Monate gedauert hat, und die ersten beiden Teile zufällig beide 308 Seiten hatten. 

Lustige Leseprobe aus dem 3. Teil
Aber Zufälle gibt es laut Falco ja nicht, so dass ich den dritten Teil dann auch auf 308 Seiten herunterkürzte, was beim vierten Teil aber nicht gelingen wollte, so dass es dieses Mal 328 Seiten wurden – das Maß für die Teile 5 und 6, wenn man die Zahlenmystik nicht durchbrechen wollte. Und das sollte auch bei den Reisen nicht geschehen. Denn eine innere Stimme sagte mir die ganze Zeit, dass es drei Reisen sind: eine nach Norden, zwei nach Süden – dort mal nach Osten, mal nach Westen. 

Und wenn die magische Zahl bei den Bücher drei mal acht Monate lautet bzw. in der zweiten Trilogie 24 Monate, dann müssten auch die Reisen dieser Mystik folgen: 3 x 8 Tage ergibt dreieinhalb Wochen, was wiederum eine Konnotation zu Teil 5 und 6 hat, wo ich den Film neuneinhalb Wochen bzw. die Buchvorlage 9 Wochen und 3 Tage besprochen hatte. Und da Falco derjenige war, der die Zahlenmystik überhaupt ins G-Sex-Buch einbaute, war er jetzt Feuer und Flamme. Und wir hatten uns geeinigt, noch bevor wir uns wiedersahen. Ich gab in Sachen Baalbek nach und er beim Thema, wie viele Reisen es am Ende sind. Es sind natürlich keine Reisen nur zum Spaß, sondern es sind auch Forschungsreisen, bei denen wir uns – so weit möglich – alle Orte ansehen, die fürs Buch relevant sind, wobei ich manche Orte ja schon alleine besucht hatte, beispielsweise die Externsteine als kultischer germanischer Ort oder Helgoland als  ehemaliger Hauptsitz von Atlantis

Die Anunnaiki Enlil und Enki sollen
eine Sklavenrasse gezüchtet haben (# 6)
Als ich Falco noch nicht kannte, war ich sowohl in Israel als auch in Ägypten, was deswegen relevante Orte sind, weil die Altanter als Philister nach Palästina flohen, als eine große Trockenheit Norddeutschland unfruchtbar machte. Diese Trockenheit war ein Vorbote eines Kometen, der ins Helgoländer Loch eingeschlagen ist. Da die Atlanter nun heimatlos waren, beschlossen sie von allen Seiten aus Ägypten anzugreifen, weil es das einzige noch fruchtbare Land in diesen Zeiten war; die schmelzenden Gletscher des Kilimandscharo speisten den Nil. 

Die Atlanter griffen von Libyen aus an – von den Libyern stammen die blauäugigen Berber ab – vom Meer und von Palästina aus. Aber sie unterlagen, weil der Feind sie mit Pfeilen beschoss, etwas, was bei den Atlantern als unehrenhaft galt. Das ist der Grund, dass es den Israeliten gelang, aus Ägypten zu fliehen, weil die Ägypter mit dem Krieg gegen die Atlanter beschäftigt waren. Während sich die Atlanter dann nach Palästina zurückzogen, irrten die Israeliten 40 Jahre durch die Lande. Und als sie endlich im gelobten Land Enlils ankamen (Enlil ist der Gott des alten Testaments, ein Außerirdischer), wohnten das schon die Philister und eine Jahrtausende andauernde Feindschaft begann, von der das Alte Testament ein Zeugnis ist, wo gefordert wird die Unbeschnittenen allesamt zu erschlagen, so dass das Land vom Blut getränkt ist. Einer der Gründe, warum viele von ihnen 300 Jahre später in die alte Heimat Norddeutschland zurückkehrten: Germanien.

Falco und ich wollten mit dem Wohnmobil den Fluchtweg der Atlanter von Norddeutschland nachfahren, und dazu gehört natürlich auch Sparta und Athen. Sparta wurde von den Atlantern erobert, und es gab die für die germanischen Völker typische Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Eine Spartanerin wurde einmal darauf hingewiesen, dass der Eindruck entstehen könnte, dass die Frauen über die Männer herrschen, worauf diese erwiderte, dass die Spartanerinnen die einzigen seien, die richtige Männer gebären. In Athen unterlagen die Atlanter nach einem Zweikampf, den sie bevorzugten, um das Heer zu schützen. Der Deal war, dass die Atlanter, wenn sie unterliegen, 100 Jahre lang nicht mehr nach Athen kommen, und sie hielten Wort. Das mit dem Wort halten, ist auch so ein Thema, was ich sowohl in meiner Ehe als auch in meiner Mutter und meinem Sohn als Gefühl der Ohnmacht erlebte. Denn alle drei versprachen alles und hielten nichts, oft genug mit dem Hinweis, dass ich sie ja zu dieser Vereinbarung genötigt hätte. Auf gut deutsch: ich war rechtslos gestellt. Und als nun die Reisen mit Falco begannen, befürchtete ich, dass genau das passiert, dass er alles zusagt, aber nichts hält, so wie damals, als er mir die (sogar schriftliche)Zusage erteilt hat, dass er im zweiten Teil denselben Namen hat, wie im ersten Teil, und ich nur die Dinge, die er mir im Vertrauen erzählt hat, von seinem Namen entkopple. In einem Wutanfall drehte er diese Zusage dann so, als würde sie bedeuten, dass nichts von ihm in die Bücher darf, noch nicht einmal Belanglosigkeiten wie das Trinken einer Tasse Kaffee – und das auch noch öffentlich. Er machte das ganz geschickt, indem er den letzten Halbsatz seiner Zusage nahm, und den Rest des Textes einfach hinten runterlassen fiel, so dass seine Aussage ins Gegenteil verkehrt würde. So wie das Narzissten eben machen: Gaslighting, um Macht über den anderen zu bekommen. Dieses Gaslighting hatte dann dazu geführt, dass ich die Dinge, die er mir im Vertrauen erzählt hat, nun in allerÖffentlichkeit in YouTube-Kanälen und auf Telegram ausplauderte – also genau die Dinge, die bis dato nicht in den Büchern standen, z.B. dass er als Kind mitansah wie seine Mutter verprügelt wurde sowie selbst geschlagen und eingesperrt wurde. Und das, was man ihm angetan hat, tat er nachher seiner Freundin an, die jetzt eine Ex-Freundin ist. 

Und genau diese Gewaltbereitschaft und kriminelle Energie ist, die aus einem Narzissten per Definition den Psychopathen machen. Und dem lieferte ich mich in diesen Urlauben nun auf Gedeih und Verderb aus, weil ich fest daran glaubte, dass ihm die Selbstheilung gelungen ist, die ich zu Rosenkriegzeiten angestoßen habe, und die im Heimkehr-Buch in eine schamanische Heilung auf telepathisch mündete. 

Leseprobe: Konditor macht auf Reiseführer
Und eines war im 5. Teil (Cover links) definitiv gelungen: Er war kein Diabetiker mehr, und das obwohl selbst Dr. Geerd Hamer, der Begründer der Germanischen Heilkunde, sagt, dass Diabetes Typ 1 nicht geheilt werden kann, weil es zu epiletischen Absencen kommen kann. Aber im Buch "EMDR in Aktion" von Francine Shapiro ist von einer gelungenen Diabetes-Heilung die Rede. Und da Dr. Hamer herausfand, dass die Ursache von Diabetes immer Angst ist, und EMDR Ängste auflöst, kombinierten wir die schamanische Heilung mit diesen beiden modernen Methoden. Ich war zuversichtlich, dass es zu keinen Reptilienhirn-Blindflügen mehr kommt, was ja das ist, was Narzissmus und Psychopathie genannt wird: Der F-Response Fight übernimmt, weil der Betroffene das Gefühl hat, es ginge für ihn ums nackte Überleben. Andere geraten in den F-Response Fawn (Rehkitz), wo sie dem anderen alles recht machen. Das ist genauso toxisch, aber gesellschaftlich eben anerkannt. Pferde geraten meist in den F-Response Flight, sie fliehen, was bei Menschen vielleicht die Flucht in den Alkohol sein kann, oder auch die allgegenwärtige Konfliktvermeidung, die ebenfalls eine Ursache für Narzissmus und Psychopathie sein dürfte. Denn diese explodieren aufgrund der vielen unterdrückten Gefühle, die ins Unterbewusstsein verbannt wurden. Bei Pferden und Menschen gibt es auch den F-Response Freeze: ein Einfrieren, das auch Totstellreflex genannt wird. Wenn das auf ein Pferd zutrifft, hat man oft das Phänomen, dass es zunächst einfriert, aber dann explodiert, und bei diesen Pferden hilft es, ihnen Zeit zu geben. 

Aber Pferde leben ja heutzutage auf der Weide und nicht mehr – wie bei den Germanen - in der anderen Haushälfte als ihre Menschen. Mit Falco war ich auf engstem Raum. Ich schlief unten im Wohnmobil und er oben im aufgestellten Dach. Aber wir mussten zusammen kochen, entscheiden wann wir wo wie lange Pausen machen. Wenn der eine müde ist, ist der andere vielleicht glockenwach und möchte etwas unternehmen, was mein Sohn und ich in Rom einmal so lösten, dass ich noch unterwegs war, während er schon mal nach Hause fuhr. Aber da gab es ja jede Menge U-Bahnen. Falco und ich reisten aber mehr oder weniger ins Nimmerland, in die wilde Natur. Es dürfte schwierig werden im Paradies – also Mecklenburg-Vorpommern – eine S-Bahn in einen anderen Ort zu finden, so dass ich befürchtete, dass Streit vorprogrammiert sein dürfte. 

Im 2. Teil geht es um V-Leute & Traumata
Und Streit ist ja auch nichts Schlimmes, solange man fair und ehrlich streitet, und eben nicht – nur um seine Ruhe zu haben – etwas zusagt, was man nicht zusagen will, um die Zusage postwendend für null und nichtig zu erklären, wenn es einem nicht mehr in den Kram passt, und dann allen Ernstes zu denken, man werde nicht gesehen. Falco und ich hatten uns vorgenommen, Listen darüber zu führen, wann wer in welchem Punkt auf voller Linie nachgegeben hat bzw. man sich in einem Kompromiss in der Mitte getroffen hat, um sicherzustellen, dass wirklich beide gesehen werden. Aber würde das gelingen, wenn man pro Reise mehrere Tausend Kilometer absolvieren musste, wo man auch noch Videos für YouTube dreht, und sich Notizen macht. Denn es waren ja nun mal auch Forschungsreisen. Das Wohnmobil gab eine gewisse Flexibilität, wenn man sich fürs Freistehen entscheidet, so dass man keine oder kaum Campingplätze buchen musste. Aber bei der mittleren Reise, wo wir uns auch ganz ohne Forschungsabsicht Winnetou- und Game-of-Thrones-Drehorte ansehen wollten, hatten wir den Luxus-Campingplatz Falkensteiner entdeckt. Und das wollten wir uns gönnen, weil wir es als erste Übernachtung einplanen konnten. Aber es gab ja auf jeder der drei Touren auch Fähren, die man erreichen musste. Bei der mittleren Reise von Athen nach Ayvalık in der Türkei, von wo es nicht mehr weit nach dem Troja ist, das allgemein bekannt ist.

In der ersten Reise wollten wir nach dem Umweg über die Tschechei und Polen zum echten Troja, das heute Tribsees heißt, und im Paradies liegt. Von dort aus würde es dann zu einer Fähre von Rostock nach Schweden gehen, wo der nächste Forschungspunkt dann diese Höhlen in Bohuslän sind, wo Rainer Schulz auf S. 166 seines Buches „Das Paradies ist in doch in Mecklenburg-Vorpommern – die Beweise" eine Wegbeschreibung zur Paradiesurkunde gibt. Die ganze Gegend soll voller Höhlenmalereien seien, so dass wir beschlossen, dass wir bis zu dem Punkt unsere Reise minutiös planen, uns dann aber einfach treiben lassen bzw. nur noch grob die Orte, die wir auf jeden Fall sehen wollen im Hinterkopf haben, was in Norwegen eben Trondheim ist, weil an der dortigen Küste Ptolemaios ja die Koordinaten von Thule verortet (siehe Buch von Andreas Kleinberg) und der Ort Odda, wo die Netflix-Serie Ragnarök spielt, die mir erste Einblicke in die germanische Mythologie gab, weil ich nicht realisierte, dass es auch im Herrn der Ringe und Harry Potter nur so von germanischer Mythologie nur so wimmelt. 

Und jetzt standen wir also in unserem Paradies, was meine Tochter und ich gefunden hatten, und packten das Wohnmobil. Wir mussten los, wenn wir in Trondheim erleben einen Tag erleben wollten, der keine Nacht hat. Zwar wird bei den Germanen auch die Tag- und Nachtgleiche immer gefeiert; aber die gibt es ja auch in unserem Paradies, wo wir unsere Tiere nun meiner Tochter überlassen mussten, was im Fall der Pferde und Schafe kein Problem ist. Denn die haben hier riesige Weisen, aber den Hund zurückzulassen; das fiel mir schwer und hatte auch zu einigen telepathischen Diskussionen mit Falco geführt. Was sollten wir mit dem Hund machen, wenn wir unterirdische Führungen z.B. im Salzbergwerk in Krakau besuchen, wo Hunde nicht erlaubt sind. Und in Norwegen wurde nicht nur eine Tollwut-Impfung verlangt, sondern sogar eine bestimmte Wurmkur. Beides macht Tiere krank, und Border Collie Gael hat ja sogar eine Hundeklappe, wo sie immer nach draußen kommt, wenn Larissa arbeitet. Aber sie war meine ständige Begleiterin, und bei meiner Reise von den Externsteinen über das Wikingermuseum Haithabu nach Helgoland hatte sie mir schon nach drei Tagen gefehlt. Falcos Dackel sollte in die Obhut seiner Mutter, und er hatte da weniger Probleme mit. Und er hatte ja auch Recht. Bei solch einer Mammuttour auch noch einen oder gar zwei Hunde dabei zu haben, würde den Stressfaktor immens erhöhen.

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